Was ich anderswo veröffentlicht habe

Ein kleines „Abjatar-Spezial“

Ein vertracktes Problem finden Exegeten und Apologeten in Markus 2, wo Jesus eine Geschichte aus dem Alten Testament wiedergibt und dabei den Hohenpriester Abjatar erwähnt. Der war in der beschriebenen Szene aus 2. Samuel jedoch weder der anwesende Priester noch jemals Hoherpriester war. In den vergangenen Monaten habe ich gleich vier lesenswerte Blogeinträge entdeckt, die das Thema genauer unter die Lupe nehmen: weiterlesen

Am vergangenen Montag ist Logos 6, die neue Version von Logos Bibelsoftware erschienen. Warum schreibe ich das überhaupt?, werden manche fragen, die Logos noch nie ausprobiert haben. Es ist weniger die Tatsache, dass ich momentan selbst einen kleinen Beitrag zum Programm leiste, als dass ich mir Bibelarbeit und Exegese ohne Logos einfach nicht mehr vorstellen kann.

 

Was ist das Besondere an Logos?

Ich bin ja schon kurz auf das Programm eingegangen. Logos Bibelsoftware 6 hat nicht nur ganz tolle Funktionen, um den Bibeltext ohne viel Aufwand zu erforschen, beispielsweise Wortstudien zu machen, Kommentare und Wörterbücher ganz einfach nachzuschlagen oder Übersetzungen miteinander oder dem Urtext zu vergleichen. Genauso spannend sind die Werkzeuge, die einem zu einer Bibelstelle beispielsweise Material für die Predigtvorbereitung zusammenstellen. weiterlesen

Gar nicht so einfach, regelmäßig Zeit und Energie zum Schreiben zu finden! Aber keine Angst, ich habe viele Ideen und einige Beiträge in Arbeit. Bis ich mal wieder zum Schreiben komme, will ich euch auf einige interessante bibelbezogene Beiträge im Netz hinweisen.

Auf dem deutschen Logos-Blog hat Philipp Keller in anrührender Weise die Lutherbibel vorgestellt:

Die Luther-Bibel – Wiege der Deutschen Bibeln

 

Das Ende des Markusevangeliums ist vielleicht eines der interessantesten und bekanntesten historischen Probleme der Bibel. Oliver Achilles stellt hier fachkundig und sehr anschaulich dar, was uns darüber bekannt ist und welche Schlussfolgerungen das zulässt.

Wie endet das Markus-Evangelium?

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Eusebius' Kanontafel aus einer mittelalterlichen Handschrift nennt die vier Evangelien

Titelbild: Die Kanontafel von Eusebius (hier in einem schön illustrierten Buch aus dem Mittelalter) führt die Evangelien unter den traditionellen Verfassernamen.

Dass die eigentlichen Urheber unserer Evangelien heute nicht mehr auszumachen sind, ist in der modernen Evangelienforschung weiterhin eine häufig vertretene Annahme. Nicht einmal die Bibel selbst scheint uns ja wirklich verraten zu wollen, wer die Evangelien geschrieben hat. Zwar beginnt jedes der vier Bücher auch im Griechischen mit einer Überschrift, die den Namen des Verfassers enthalten soll: „(Evangelium) nach Markus“, usw. Aber viele Forscher nehmen an, dass diese Angaben erst später ergänzt wurden, um diese Berichte von Jesus als besonders zuverlässig darzustellen. Kein Wunder, denn Matthäus, Johannes Markus, Lukas und Johannes waren in der frühen Kirche angesehene Männer, deren Wort Gewicht hatte.

Ein verbreitetes Erklärungsmodell

Diese Erklärung klingt vielleicht erst einmal weit hergeholt, lässt sich aber ganz gut begründen. weiterlesen

Auf dem deutschen Blog von Logos Bibelsoftware läuft momentan eine Reihe zur Menge-Bibel. Bis dato sind zwei Teile erschienen: 1. Wie Menge die Bibel entdeckte und 2. Die Menge-Bibel: Der Elchtest. UPDATE: Inzwischen ist auch der 3. Teil erschienen: Warum die Menge-Bibel in keiner Bibliothek fehlen sollte. Ebenfalls lesenswert.

Unser Schweizer Blogger Philipp Keller beschreibt in Teil 1 Menges persönlichen Hintergrund und Entdeckung der Bibel. In Teil 2 haben wir uns gemeinsam anhand von einzelnen Bibelstellen angesehen, wie Menge beim Übersetzen vorgegangen ist. weiterlesen

Seit dem 1. August gibt es den deutschen Blog von Logos Bible Software. Als einer der Autoren werde ich in Kürze zumindest gelegentlich Beiträge für die Bibelsoftware-Firma verfassen.

Logos 5 ist im englischen Sprachraum ein führendes professionelles Bibelprogramm. Neben sehr wirkungsvollen exegetischen Werkzeugen besticht es vor allem durch zehntausende Ebooks, die sich in das Programm einbinden lassen. Digitale Konkordanzen, Wörterbücher, Bibellexika und Kommentare stehen so direkt zur Arbeit am Bibeltext zur Verfügung. Die amerikanische Firma war in jüngerer Zeit für zahlreiche innovative Projekte wie das SBLGNT, das Lexham Bible Dictionary, die Faithlife Study Bible oder die griechische Diskursgrammatik von Steven Runge mitverantwortlich. weiterlesen

Was ist ein Biblioblog? Die kurze Antwort lautet: Ein Blog über die Bibel. Um etwas weiter auszuholen: Der Begriff stammt aus dem Englischen, wo „Biblioblog“ ein stehender Begriff ist für einen Blog, der sich mit der Bibel auseinandersetzt. Im deutschen Sprachraum dagegen ist der Begriff offenbar eher als Selbstbezeichnung bloggender Bibliothekare bekannt. Deutsche Blogs, die sich mit der Bibel befassen, laufen dagegen eher unter der Bezeichnung „Bibel-Blogs“.

Die angelsächsische „Biblio-Blogosphäre“ ist übrigens höchst aktiv. Die Beiträge zur bibelwissenschaftlichen Forschung, die von bloggenden Exegeten gemacht werden, sind oft unersetzlich. 2012 wurde ein antikes Fragment veröffentlicht, auf dem von Jesu Frau die Rede zu sein scheint. Den bloggenden Experten gelang es binnen weniger Tage, den Pergamentfetzen fast zweifelsfrei als moderne Fälschung zu identifizieren. weiterlesen

Wie einen neuen Blog beginnen? Vielleicht mit einer persönlichen Besinnung auf die Werte des Schreibens.

Der Theologe und Blogger Charles Halton hat vor einiger Zeit einen fast schon trivial klingenden, aber wertvollen Gedanken festgehalten: Das Schreiben ist ein Geschenk. Nicht für den Autor, sondern für die Leser. Wer schreibt, um bekannt zu werden, schreibt aus den falschen Motiven, so Halton, denn: Geniale literarische Werke lassen sich nicht planen. Halton schließt daraus für Akademiker: Genauso wenig kommt jemand zu bahnbrechenden neuen Forschungsergebnissen, wenn sich jemand in den Kopf setzt, im nächsten Jahr einen Nobelpreis zu gewinnen. Schreiben sollte man also quasi aus Vergnügen, zum uneigennützigen Selbstzweck, und nicht Kalkül.

Ich will diesen Gedanken aufs Bloggen übertragen: Auch dabei zählt die Motivation. Geht es mir um Selbstdarstellung? Oder ist mein Ziel, dass meine Leser einen Gewinn haben? weiterlesen