Das Markus-Fragment aus der Mumienmaske – alle Fakten

Markus-Fragment

Titelbild: Nicht das Markus-Fragment, aber ebenfalls aus einer Mumienmaske stammt dieses Papyrus.

Viel wurde inzwischen geschrieben über ein mysteriöses Papyrusfragment des Markus-Evangeliums, das aus dem 1. Jahrhundert stammen soll. Anstatt die Geschichte zu wiederholen, soll dieser Post alle Informationen sammeln, die zu dem Markus-Fragment bekannt sind. Den Artikel möchte ich gerne auf dem neusten Stand halten und regelmäßig aktualisieren. Dabei freue ich mich auch auf Leser-Hinweise!

Von dem Phantom-Papyrus ist seit 2012 immer wieder die Rede, doch auf eine wissenschaftliche Analyse aus erster Hand oder verlässliche Fakten warten wir bis heute. Obwohl es für gewöhnlich als unmöglich gilt, eine antike Handschrift so genau zu datieren, sind sich die eingeweihten Experten sicher: Der Text auf dem Stück Papyrus wurde im 1. Jahrhundert, nach einigen Angaben um 80 oder 90 n. Chr. verfasst. Wenn das stimmt, hätten wir es mit einem Jahrhundertfund zu tun. Es wäre die älteste bekannte Abschrift des Neuen Testaments (s.a. mein erster kurzer Bericht) und ein höchst unwahrscheinlicher Fund.

So viel ist bisher bekannt

Mumienpapyrus2

Einige Papyrus-Stücke, die Carroll und McDowell aus Mumienmasken gewonnen haben.

  • Das Fragment wurde zusammen mit anderen Papyri in den USA aus einer antiken ägyptischen Mumienmaske gewonnen, die im Prozess zerstört wurde. Bilder einiger solcher Papyri sind hier zu sehen.
  • Nach dem, was sich bisher zusammenreimen lässt, hat ein führender Experte, möglicherweise Prof. Dirk Obbink (Michigan/Oxford), das Papyrus eindeutig ins erste Jahrhundert datiert. Unbestätigten Aussagen zufolge enthält das Markus-Fragment etwas Text aus Markus 1 (Quelle).
  • Eine Veröffentlichung samt wissenschaftlicher Analyse sollte 2015 erfolgen, blieb aber bisher aus (aber schon im Jahr 2012 hieß es: nächstes Jahr). Es wird angenommen, dass der erste Band dieser Reihe die offizielle Publikation enthalten wird. Aus Äußerungen Beteiligter geht hervor, dass die Forschungen schon abgeschlossen sein könnten. UDATE 8.2.15: Das Papyrus ist fast sicher im Besitz einer privaten Sammlung, der Green Collection.
  • An der Operation beteiligt waren der Papyrus-Spezialist Dr. Scott Carroll und der Apologet Josh McDowell (wenngleich möglicherweise nur indirekt). Carroll war über Jahre maßgeblich am Aufbau der Green Collection beteiligt. Dabei hat er Tausende bislang unbekannte Bibeltexte ausfindig gemacht. Das Markusfragment aus dem 1. Jahrhundert und weitere im folgenden erwähnte Papyri stammen höchstwahrscheinlich aus dieser Sammlung. Zum Kreis der Eingeweihten gehören offenbar auch der Linguist und Textforscher Prof. Daniel Wallace, der Neutestamentler Prof. Craig Evans, sowie vermutlich der Textforscher Prof. Michael Holmes. Holmes ist der Leiter einer Organisation, die an der Veröffentlichung des Papyrus beteiligt sein könnte. Bisher hat er sich jedoch nicht eindeutig geäußert. Nicht namentlich angeführt, aber gelegentlich erwähnt wurden zudem führende Papyrologen bekannter Universitäten. UPDATE: Dabei könnte es sich unter anderem um Prof. Dirk Obbink (Michigan/Oxford) handeln.
  • Daniel Wallace hat das Papyrus im Jahr 2012 als erster öffentlichkeitswirksam in einer Podiumsdiskussion erwähnt. UPDATE 8.2.15: Das Video ist nun unten verlinkt. Darin sagt Wallace u.a.:

    How accurate is the dating?  Well, my source is a papyrologist who worked on this manuscript – a man whose reputation is unimpeachable.  Many consider him to be the best papyrologist on the planet.  His reputation is on the line with this dating, and he knows it, but he is certain that this manuscript was from the first century.

  • Kurze Zeit später gab er ein Interview, in dem er verriet, dass das Papyrus aus Ägypten stammt und nicht mehr als ein paar Verse enthält. Die Datierung ins 1. Jahrhundert sei jedoch äußerst sicher. Es scheint, als habe Wallace das Fragment nicht selbst untersucht; seine Informationen zur Datierung führt er jedoch auf einen vertrauenswürdigen führenden Papyrologen zurück. In diesem Artikel wird Wallace, ohne namentlich angeführt zu werden, als „Mitglied des Teams“ bezeichnet.
  • Wallace spricht in dem Interview von einem Markus- und sechs weiteren neutestamentlichen Papyri, deren Veröffentlichung bevorstehe. McDowell spricht auf dieser Seite und in dieser Broschüre (Seite 9-10) von einem Markus- und sechs weiteren biblischen Fragmenten, die möglicherweise aus dem Jahr 350 n. Chr. stammen. Auch diese Papyrus-Fetzen wurden 2013 aus Mumienmasken herausgelöst. Doch die beiden Papyrus-Gruppen sind offensichtlich nicht identisch. Nicht nur die Markus-Fragmente sind unterschiedlichen Alters, auch die übrigen erwähnten Fragmente passen nicht zusammen, zudem sind die von McDowell erwähnten Stücke allesamt Koptisch, nicht Griechisch.
  • Später (2014) hat McDowell in einem viel beachteten Video Kritik auf sich gezogen, in dem er auf recht saloppe Art beschreibt, wie die Mumienmasken zerstört wurden (s.u.). Darin gibt er an, solche Mumienmasken seien nur bis etwa 125 n. Chr. angefertigt worden. Sollte das stimmen, würde es die große Genauigkeit der Datierung zumindest in Teilen erklären.
  • UPDATE 8.2.15: In einem weiteren, inzwischen nicht mehr verfügbaren Video soll McDowell gesagt haben, dass das Papyrusfragment Text aus dem 1. Kapitel des Markusevangeliums enthalte.
  • Ebenfalls von 2013 stammt das Video eines Vortrags von Scott Carroll, der das Papyrus offenbar entdeckt und extrahiert hat (s.u.). Er datiert das Papyrus auf zwischen 70 und 110 n. Chr.
  • Craig Evans lässt in einem Vortrag das Datum 80 n. Chr. fallen (Video s.u.). Es ist unklar, in welcher Rolle er an der Entdeckung und Untersuchung des Markus-Fragments beteiligt war. Inzwischen ist bekannt, dass er es nicht selbst in Augenschein genommen hat. Anderswo (s.u.) wird Evans mit einer Datierung vor 90 n. Chr. zitiert.
  • Die aktuelle mediale Aufmerksamkeit ist auf einen Artikel bei Livescience.com zurückzuführen, dessen Autor mit Evans über die Entdeckung gesprochen hat. Darin wird beschrieben, wie die Datierung zustande kam:

    Evans says that the text was dated through a combination of carbon-14 dating, studying the handwriting on the fragment and studying the other documents found along with the gospel. These considerations led the researchers to conclude that the fragment was written before the year 90.

  • Evans, Wallace und Holmes haben alle Vertraulichkeitsvereinbarungen unterschrieben und werden sich also nicht weiter äußern. Der Autor des Livescience-Artikels gibt an, dass an der Erforschung des Papyrus beteiligte Experten solche Erklärungen unterzeichnen mussten. Waren diese drei Wissenschaftler also an der Untersuchung beteiligt? Ob wir noch einmal von Josh McDowell oder Scott Carroll hören werden, ist unklar.

 

Die wichtigsten Quellen

1. Dr. Scott Carroll

Hier sind einige Informationen, hier ein Lebenslauf. Sein erster möglicher Hinweis auf das Fragment blieb größtenteils unbeachtet:

In dieser Bilderstrecke zeigt Carroll den Prozess, in dem die antiken Papyri gewonnen wurden. Dabei wurde die bedauernswerte Mumienmaske aufgeweicht, bis sich die einzelnen Schichten lösten. (Eine weitere Präsentation enthält einige Details über die vorausgehende Untersuchung der Maske.) Bilder aus der Präsentation sind sowohl in Carrolls als auch in McDowells Präsentationsvideo weiter unten zu sehen.

Carroll hat nach eigener Aussage etliche Stücke antiker Literatur aus Mumienmasken und anderen Quellen für private Sammlungen gewinnen können; darunter, wie es scheint, einige Dutzend äußerst früher biblischer Handschriften. Keine davon wurde bisher veröffentlicht (hier eine Liste, die aus dem Video transkribiert ist).

In diesem Vortrag beschreibt Carroll den Prozess und datiert das Fragment auf zwischen 70 und 110 n. Chr. (hier eine Zusammenfassung der interessantesten Aussagen). Das verlinkte Video beginnt an der entsprechenden Stelle:

 

 2. Josh McDowell

McDowell (Webseite mit Lebenslauf) ist möglicherweise der Besitzer des Markus-Fragments. Doch wahrscheinlicher war er nur ein Teil der Gruppe, die den Papyrus-Fetzen entdeckte. Er hat definitiv gemeinsam mit Scott Carroll an den Mumienmasken gearbeitet. Sicher ist daneben nur eines: Dieses Video hat Archäologen und Papyrologen zum Weinen gebracht.

Das Video wurde im Mai 2014 veröffentlicht. Brice Jones hat es zusammengefasst. McDowell beschreibt darin (etwa im mittleren Drittel), wie die Mumienmasken aufgeweicht und die Papyri auseinandergeschält wurden. Roberta Mazza präsentiert eine Version, die auf die Papyrus-Präsentation zusammengeschnitten ist.

Es ist verständlich, dass sich die Experten über diesen etwas pietätlosen Abschnitt aufregen. Abgesehen davon habe ich das Video aber als sehr erbaulich genossen.

 

3. UPDATE: Prof. Daniel Wallace

Im Februar 2012 debattierte Daniel Wallace mit Bart Ehrman. In der Debatte erwähnte er das Papyrus neben weiteren, bei denen es sich um dieselben Manuskripte zu handeln scheint, die auch Scott Carroll erwähnt. Das verlinkte Video beginnt an der entsprechenden Stelle. (Ich führe Wallace erst jetzt gesondert an, weil ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keinen Hinweis darauf hatte, dass die Debatte im Internet verfügbar war.)

 

4. Prof. Craig Evans

Dieses Video ist die Ursache, dass auch der renommierte Neutestamentler mit dem Fund in Verbindung gebracht wird:

Das Video des Vortrags wurde offenbar ohne Evans Wissen aufgezeichnet und veröffentlicht. Welche Rolle er im Zusammenhang mit den Enthüllungen spielt, ist nicht völlig klar. Im Video benutzt er bei der Beschreibung der Extraktion des Papyrus aber die 1. Person Plural („wir“). Inzwischen ist bekannt, dass Evans das Fragment noch nicht aus erster Hand kennt und auch nicht weiß, wer für die Analyse verantwortlich ist.

Auf das Video zurückzuführen ist wahrscheinlich auch die aktuelle Medienberichterstattung über das Papyrus. Ein Journalist der Webseite livescience.com hat es offenbar entdeckt und einen Artikel darüber geschrieben. Zu diesem Zweck hat er auch Evans befragt. In dem Artikel benutzt der Theologe wieder das Wort „wir“. Die folgenden Ausführungen weisen darauf hin, dass er über Insider-Wissen verfügt:

Evans said that the research team will publish the first volume of texts obtained through the mummy masks and cartonnage later this year. It will include the gospel fragment that the researchers believe dates back to the first century.

The team originally hoped the volume would be published in 2013 or 2014, but the date had to be moved back to 2015. Evans said he is uncertain why the book’s publication was delayed, but the team has made use of the extra time to conduct further studies into the first-century gospel. „The benefit of the delay is that when it comes out, there will be additional information about it and other related texts.“

 

Das sagen Experten

Im Netz gibt es schon einige qualifizierte Kommentare zu der Geschichte:

Nach den Worten von Dr. Roberta Mazza stehen die verfügbaren Information im Widerspruch zu dem, was wir bisher über Mumienmasken wissen. Bisher ist kein einziger Bibeltext aus Mumienmasken bekannt, weil diese schon einige Zeit vor Jesu Geburt ungebräuchlich wurden.

According to current scholarship and archaeological finding, the use of recycling papyri for making mummy masks and panels ended in the early Augustan period, i.e. when Jesus was not even born or just a child. […] We have hundreds Ptolemaic papyri coming from mummy cartonnage, very few from the Roman period, and at the moment all dated inside this span of time. … Of course we would be very excited to learn that there is a massive shift in the current state of research, but without access to the evidence of this shift (images, data and publications) it is impossible to comment if this is really happening or not.

Prof. Larry Hurtado schreibt, er habe Evans zu Aussagen befragt, die Lifescience.com veröffentlicht hat. Der Exeget sei im Interview mit dem Journalisten deutlich zurückhaltender gewesen, als in dem Artikel zum Ausdruck kommt. Überhaupt sei der Artikel teils so ungenau, dass die Informationen kaum als verlässlich gelten könnten.

Auch Hurtado wird sich mit einer Beurteilung zurückhalten, bis es zu einer richtigen Veröffentlichung gekommen ist. Er hält es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass die veröffentlichten Informationen zutreffen.

But the chance of fragments a first-century copy of Mark being found are very, very slim.  In that very early period there would have been far fewer copies than, say from the third century AD.  But, thus far, the only copy of the Gospel of Mark from the first three centuries is in the Chester Beatty Gospels Codex (P.Chester Beatty I, or P45).  So, you see what I mean. Mark seems not to have been copied nearly as often as the other NT Gospels, so the statistical chances of any copy surviving are slim, and the chance of fragments of a first-century copy surviving very, very, very slim.  Many things are possible in principle, but don’t bet the farm on this one!

Prof. Peter Williams kritisiert die in diesem Fall geübte Geheimhaltung. Auch in wissenschaftlichen Kreisen gilt größtmögliche Transparenz als ein Ideal. Nur so ist es anderen Forschern möglich, die Einschätzungen ihrer Kollegen nachzuprüfen und zu korrigieren. Aufgrund der vorliegenden Informationen Williams hält die Existenz des Markus-Fragments zwar für möglich, aber geht von einer Ente aus, bis stichhaltigere Informationen verfügbar sind.

Based on current evidence I would conclude that, although ‚FCM‘ (Anm.: d.h. „First Century Mark“) may exist, we currently have no reason to believe that it exists or will be published in the coming years.

 

Meine Schlussfolgerung

Ich bin ja alles andere als ein Experte für antike Handschriften. Aber ich kann mir kaum noch ein Szenario vorstellen, in dem das Fragment nicht existiert. Die veröffentlichten Informationen sind zu spezifisch und im Detail übereinstimmend. Daniel Wallace und Craig Evans sind ansonsten als erstklassige Bibelwissenschaftler bekannt, von denen ich keine Falschinformationen erwarten würde. Gerade Wallace hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er der Datierung des Fragments vertraut.

Was die Datierung angeht, so ist es sehr ungewöhnlich, dass die Entstehung der antiken Markus-Kopie auf einen so genauen Zeitraum eingegrenzt worden ist. Das kann zwei mögliche Ursachen haben:

  1. Die Verantwortlichen sind übermäßig optimistisch und datieren das Papyrus so früh, um Aufmerksamkeit zu erwecken. Immerhin hat jeder einzelne der Experten, die das Markus-Fragment bisher erwähnt haben, das zunächst in einem apologetischen Kontext getan. Diese Möglichkeit wäre zu prüfen.
  2. Es gibt tatsächlich konkrete Hinweise, die die Datierung rechtfertigen. Obwohl noch viel zu wenig bekannt ist, lässt sich diese Möglichkeit nicht ausschließen. Wenn ein weltweit führender Papyrologe bereit ist, mit dieser gewagten Datierung seinen guten Ruf aufs Spiel zu setzen, könnte da durchaus etwas dran sein! Aus den vorliegenden Informationen lässt sich das sogar recht plausibel erklären:

Carroll datiert das Papyrus auf zwischen 70 und 110 n. Chr. McDowell beschreibt, dass solche Mumienmasken nur bis etwa 125 n. Chr. gebräuchlich waren. Einmal angenommen, das trifft das zu –  Mazza macht ja im gerade zitierten Text ganz andere Angaben –, dann lassen sich Carrolls Angaben recht einfach erklären: Das Markusevangelium entstand vielen Auslegern zufolge nach der Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr., nach der Meinung einiger sogar schon etwas früher. Und ausrangiertes Papyrus, das schließlich als Pappmaché in einer Mumienmaske endet, könnte durchaus ein Mindestalter von 15 Jahren haben. Dass das Papyrus aus dem 1. Jahrhundert stammt, wäre als plausibel, wenn die Maske tatsächlich nicht später als 125 n. Chr. entstanden ist. Noch genauere Angaben zur Datierung (Wallace: 1. Jahrhundert;  Evans: um 80 oder 90 n. Chr.) können wir bisher dagegen nicht nachvollziehen.

Mein Fazit: Sind die vorliegenden Informationen akkurat, dann gibt es Grund zu Optimismus. Auch wenn einige die Existenz eines so alten Papyrus für sehr, sehr unwahrscheinlich halten. Mein Tipp: Das Papyrus wird – dieses Jahr oder später – tatsächlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Aber wird die extrem frühe Datierung den Argusaugen führender Experten standhalten? Nach allem, was wir wissen, könnten die zuständigen Papyrologen (Dirk Obbink?) inzwischen zu einem ganz anderen Urteil gekommen sein. Wovon wir dann erst bei der wissenschaftlichen Veröffentlichung des Markus-Fragments erfahren würden. Es scheint jedoch, als gehe die gerüchteweise in Umlauf gebrachte Datierung auf eben diese Fachleute zurück.

Der Fall lässt sich daher nur begrenzt mit einem anderen vermeintlichen Sensationsfund vergleichen: dem koptischen Papyrus-Stück, in dem von Jesu Frau die Rede ist. Als das „Evangelium von Jesu Frau“ vor einigen Jahren präsentiert wurde, war zunächst von einer Sensation die Rede. Doch nach wenigen Tagen hatten Experten den koptischen Text fast zweifelsfrei als moderne Fälschung identifiziert – überaus peinlich für die beteiligten Wissenschaftler, aber auch für die populäre Presse, die wieder einmal einen willkommenen Anlass gefunden hatte, in Sensationalismus zu schwelgen.

 

Fragen, die offen bleiben

  • Wer sind die Experten, die die Datierung vorgenommen haben? UPDATE 8.2.15: Möglicherweise der Papyrologe Prof. Dirk Obbink
  • Welcher Abschnitt des Markus-Evangeliums ist enthalten? UPDATE 8.2.15: Offenbar ein Teil von Markus 1
  • Woher stammt die Mumienmaske? In wessen Besitz befindet sie sich? UPDATE 8.2.15: Wahrscheinlich im Besitz der Green Collection, einer privaten Sammlung im Besitz eines amerikanischen Firmengründers.
  • Wann kommt die Veröffentlichung?

 

Lesenswerte Beiträge

Eine Auswahl weiterer Berichte:

Joe Carter: Mummy Mask May Reveal Oldest Manuscript Of The Gospel Of Mark (The Gospel Coalition)

Justin Taylor: How Should We Respond To Reports That A Fragment Of Mark Dates To The First Century? (The Gospel Coalition)

Denny Burk: Possible first-century copy of Mark’s Gospel discovered

 

Eure Hilfe ist gefragt

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Bildnachweis: Papyrus-Bilder stammt von Josh McDowell, der im verlinkten Video Genehmigung erteilt, alle Materialien auf seiner Webseite zu verwenden. Jemand hat die Bilder aus McDowells Präsentation extrahiert und hier auf Dropbox zur Verfügung gestellt.